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Lebensraum Kirchturm für Fledermäuse

NABU zeichnet Kirchengemeinde Ballmertshofen aus

Der NABU-Kreisverband Heidenheim hat am 5. Juli 2017 die katholische Kirchengemeinde St. Anna in Ballmertsh-ofen für ihr langjähriges Engagement im Fledermaus-schutz ausgezeichnet. Im Kirchenschiff lebt eine Wochen-stube der Fledermausart „Großes Mausohr“ mit etwa 150 Weibchen. Im Rahmen der Auszeichnung mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ wurden auch die Jungtiere auf dem Dachboden erfasst. Markus Schmid, Fledermausex-perte im NABU-Kreisverband konnte aufgrund des kalten Frühjahrs nur 30 Jungtiere zählen. Fledermäuse bekom-men nur ein Jungtier pro Jahr. Neben der Kolonie in Ball-mertshofen kommt diese seltene Fledermausart im Kreis Heidenheim nur noch in der Bergschule in Giengen vor. Die Weibchen mit ihren Jungtieren halten sich etwa von Mitte April bis Ende September in der Kirche auf. Jeden Abend fliegen die Fledermäuse zum Jagen in die umlie-genden Wälder und Wiesen aus. Dabei frisst die Kolonie jede Saison rund 700kg Insekten.

Martina Hefele und Lydia Schmidt freuten sich im Namen der St. Anna Kirchengemeinde über die Auszeichnung (v.l.). Foto: NABU

Mit der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ will der NABU das Engagement vieler Kirchengemeinden anerkennen und auf den wertvollen Lebensraum hinweisen. Typische Kirchbewohner neben den Fledermäusen sind Turmfalke, Dohle, Mauersegler, Schleiereule oder auch der Weißstorch.“ Es können sich auch weitere Kirchen bewerben, die bereits jetzt oder auch künftig etwas für den Artenschutz tun wollen. „Dies hat die Kirchengemeinde Ballmertshofen in vorbildlicher Weise getan. Bei allen Sanierungsvorhaben wurden die Bauzeiten auf den Fledermäuse abgestimmt und die Kolonie konnte so erhalten werden“, lobte Markus Schmid im Rahmen der Auszeichnung.



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